Wyatt E. + Valea Viilor

Schaubude im Hinterhof (Bergstraße 17, Kiel)

Konzert. doom / noise rock

Nach zwei Jah­ren Ar­beit be­sie­gelt 2025 Wyatt E. ihr lang er­war­te­tes Come­back mit der mit Span­nung er­war­te­ten Fort­set­zung von „āl bē­lū­ti dā­rû”: za­mā­ru ul­tu qe­reb ziq­qu­ra­tu Part 1 (Mu­sik aus dem In­ne­ren der Zik­ku­rat); ist das ers­te Ka­pi­tel ei­ner Rei­he von zwei Kon­zept­al­ben, in de­nen die Band ih­re Er­kun­dung des al­ten Ba­by­lons mit ei­nem fast my­thi­schen An­satz aus der Sicht der aus Je­ru­sa­lem ver­bann­ten Ge­fan­ge­nen ver­tieft. Mit Bei­trä­gen von sie­ben in­ter­na­tio­na­len Mit­wir­ken­den ist za­mā­ru ul­tu qe­reb ziq­qu­ra­tu auf dem bes­ten Weg, ei­nes der am­bi­tio­nier­tes­ten Pro­jek­te der Doom-Sze­ne in Be­zug auf Pro­duk­ti­on und Kon­zep­ti­on zu wer­den, und wird vom bes­ten La­bel des Gen­res ver­öf­fent­licht: Hea­vy Psych Sounds.

Das Al­bum er­wei­tert die klang­li­chen Gren­zen, in­dem es zwei gleich­zei­tig auf­ge­nom­me­ne Schlag­zeu­ger prä­sen­tiert, wo­durch der im­mer­si­ve Ef­fekt ei­ner ent­fern­ten Men­schen­men­ge ent­steht. Ei­ne ek­lek­ti­sche Mi­schung aus In­stru­men­ten, da­run­ter Saz, Vi­o­la, Si­tar und Bu­gle, ver­schmilzt mit a­na­lo­gen und di­gi­ta­len E­le­men­ten und be­rei­chert so die Klang­land­schaft. Ei­ne An­spie­lung auf den tür­ki­schen Kom­po­nis­ten Fa­zıl Say ist e­ben­falls vor­han­den, mit ei­nem Zi­tat aus sei­ner Sym­pho­nie Me­so­po­ta­mia. Zum ers­ten Mal er­schei­nen ne­ben den In­stru­men­tal­stü­cken auch zwei Ge­sangs­stü­cke. Die i­ra­ni­sche Sän­ge­rin Ni­na Sa­ie­di leiht „The Di­vi­ner's Prayer to the Gods of the Night“, ge­sun­gen in ak­ka­di­scher Spra­che, ih­re ä­the­ri­sche Stim­me, wäh­rend der Je­ru­sa­le­mer Chor­lei­ter To­mer Dams­ky ei­ne fes­seln­de Dar­bie­tung von „Im Le­lya“ in a­ra­mä­i­scher Spra­che lie­fert und dem Al­bum ei­ne tie­fe Ge­sangs­di­men­si­on hin­zu­fügt.

Psy­che­de­li­sche Im­pro­vi­sa­tio­nen in stun­den­lan­gen Jam-Ses­si­ons und die dar­aus re­sul­tie­ren­de Gier nach mehr führ­ten 2020 zur Grün­dung von Va­lea Vi­i­lor. Von klas­si­schen, me­di­ta­ti­ven und at­mo­sphä­ri­schen Gi­tar­ren­läu­fen über 'mo­der­ne' Rhyth­men, Parts im Jazz-Kon­text bis hin zu kraft­vol­len Sto­ner-Rock-Ex­plo­sio­nen ge­stal­ten Va­lea Vi­i­lor ih­re ei­ge­ne Form von In­stru­men­tal­va­ria­tio­nen, die das Be­wusst­sein auf ei­ne Rei­se durch Raum und Zeit mit­neh­men wird.